Heidelberger Madrigalchor
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Heidelberger Madrigalchor

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Knapp dreihundert Jahre trennen zeitlich die Werke zur Passionszeit, die der Heidelberger Madrigalchor am Samstag, 17. März 2018, um 20.00 Uhr in der Heidelberger Providenzkirche zur Aufführung bringt. Es sind dies zum einen die Matthäuspassion von Heinrich Schütz und zum anderen die Quatre motets pour un temps de pénitence (‚Vier Motetten für eine Zeit der Buße‘) von Francis Poulenc. Ergänzt wird das Programm durch zwei Motetten aus dem Israelsbrünnlein von Johann Hermann Schein: Was betrübstu dich, meine Seele und Zion spricht: Der Herr hat mich verlassen. 
Heinrich Schütz‘ Matthäuspassion (Uraufführung 1666) wurde für den liturgischen Gebrauch geschaffen und hatte ihren festen Platz im Gottesdienst der Dresdner Schlosskirche. Der Komponist lebte von 1629 bis 1657 in Dresden am Neumarkt. Da während der Passionszeit in den Dresdener Kirchen wie auch andernorts keine Musikinstrumente verwendet werden durften, ist die Matthäuspassion in ihrer Originalfassung frei von jeglicher instrumentaler Begleitung und wird in dieser Form auch vom Heidelberger Madrigalchor dargeboten. Unter den frühen Passionsvertonungen stellt Schütz‘ Matthäuspassion einen musikalischen Höhepunkt dar. Dennoch geriet sie offenbar nicht allzu lang nach ihrer Entstehung in Vergessenheit, denn sie wurde über zweihundert Jahre lang nicht aufgeführt und erst zu Beginn der 1880er Jahre auf Anregung des Theologen Friedrich Spitta unter der Leitung von Arnold Mendelssohn in Bonn wieder zur Aufführung gebracht.
Johann Hermann Schein und der um ein Jahr ältere Schütz waren einander in lebenslanger Freundschaft verbunden, wobei ersterer wesentlich früher verstarb. Die beiden im Konzert des Heidelberger Madrigalchors erklingenden Motetten von Schein aus der Sammlung Israelsbrünnlein entstanden 1623. Der Text zu Scheins Motette Was betrübstu dich, meine Seele? ist dem 42. Psalm entnommen; die zweite Motette Zion spricht: Der Herr hat mich verlassen vertont den Text aus Jesaja 49, 14-16 und knüpft an Jesu Ruf „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ an.
Bei Francis Poulenc lassen sich mehrere Schaffensphasen erkennen. Zunächst war er vom Dadaismus beeinflusst; Klavier- und Liedkompositionen dominierten. Unter dem Eindruck des Unfalltodes seines Freundes Pierre Octave Ferroud wandte sich Poulenc ab 1936 dem katholischen Glauben zu und schuf in den darauf folgenden Jahren zahlreiche geistliche Werke, darunter die Quatre motets pour un temps de pénitence, die 1938/39 entstanden, jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg veröffentlicht wurden.
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